Ebene des Wissens

  • Organisation vs. Individuum

Art des Wissens

  • Explizit vs. Verdeckt / Implizit

Wissensarten und Transformationen: Der Schlüssel zum organisationalen Lernen

Wissen ist die wertvollste Ressource in der modernen Arbeitswelt – doch Wissen ist nicht gleich Wissen. Um es effektiv zu managen, müssen wir verstehen, auf welchen Ebenen es existiert und in welchen Formen es uns begegnet. In diesem Beitrag werfen wir einen Blick auf die grundlegenden Unterscheidungen, die für Requirements Engineering essenziell sind.

1. Die Ebenen des Wissens: Individuum vs. Organisation

Wissen existiert in einem ständigen Spannungsfeld zwischen dem Einzelnen und dem Ganzen:

  • Das Individuum: Hier liegt der Ursprung jeder Erkenntnis. Das Wissen ist an die Erfahrungen, Fähigkeiten und das Denken einer einzelnen Person gebunden.
  • Die Organisation: Damit ein Unternehmen wachsen kann, muss individuelles Wissen in organisationales Wissen überführt werden. Das bedeutet, Wissen so zu strukturieren und zu teilen, dass es unabhängig von einzelnen Personen Bestand hat und der gesamten Gruppe zur Verfügung steht.

2. Die Art des Wissens: Explizit vs. Implizit

Ein weiterer entscheidender Faktor ist die Greifbarkeit des Wissens:

  • Explizites Wissen: Dies ist das „dokumentierte“ Wissen. Es ist formelhaft, in Worten oder Zahlen ausgedrückt und lässt sich leicht in Form von Handbüchern, Datenbanken oder Sketchnotes teilen und speichern.
  • Verdecktes / Implizites Wissen: Diese Form des Wissens ist schwerer zu fassen. Es handelt sich um Erfahrungswerte, Intuition und handwerkliches Geschick. Es ist das „Gewusst-wie“, das oft unbewusst angewendet wird und schwer in Worte zu fassen ist.

Warum Transformationen wichtig sind

Der Begriff Transformation beschreibt den Prozess, wie Wissen zwischen diesen Polen wandert. Das Ziel eines guten Wissensmanagements ist es, verdecktes Wissen des Individuums sichtbar zu machen (Externalisierung), um es für die Organisation nutzbar zu machen. Nur wer diese Transformationen versteht, kann sicherstellen, dass wertvolles Know-how nicht verloren geht.